Lü Lüsai Val Müstair verträumtes Bündner Naturparadies

Das bündnerische Val Müstair – ein waldreiches und besonders sonniges alpines Hochtal verläuft über 18 Kilometer vom Ofenpass bis zur italienischen Grenze. Das unterste Dorf im Münstertal, Taufers, liegt bereits jenseits der Landesgrenze, im Südtirol. Das Tal befindet sich im äussersten Südosten der Schweiz.Von dieser geografischen Lage abseits der grossen Verkehrsströme und der touristischen Heerstrassen profitiert die Region heute. Keine überbordenden Tourismusbauten, keine Industrie- oder störenden Verkehrsanlagen beeinträchtigen das Feriengefühl.
Intakte Dorfbilder, stimmungsvolle architektonische Details und malerische Winkel ergeben dankbare Sujets für den Fotografen. Das Wintersportzentrum «Minschuns» wurde so ideal in eine abgeschirmte Hochzone eingebettet, dass das harmonische Landschaftsbild nicht angetastet werden musste. Das Skigebiet ist vom Haupttal her nicht einsehbar. Der kristallklare Rombach (Il Rom) entwässert das Münstertal als einziges Tal der Schweiz zur Etsch ins Südtirol. Optisch wird die Naturparklandschaft vom Ortler-Massiv dominiert. Der Anblick dieses gewaltigen Gipfels (3902 m.ü.M.) mit seinem Mantel aus ewigem Schnee und Eis begleitet einen auf allen Touren und Wanderungen im Münstertalgebiet.

 

Tourismus-Fachleute bezeichnen das Münstertal als eines der schönsten Täler der Schweiz. Grosse Gebiete der Region,
so das Val Mora und die Jufplaun stehen unter Landschaftsschutz. Es ist kein Zufall, dass der eindrucksvolle Bartgeier
in dieser Region wieder angesiedelt wurde.
Die rätoromanische Sprache – ein traditionelles und erhaltenswertes Kulturgut – ist die Umgangssprache im Tal. Die aufgeschlossene Bevölkerung spricht aber überall auch deutsch, meist auch italienisch. Eine vielfältige Gastronomie – oft als Familienbetrieb geführt – verwöhnt den Besucher. Von der einfachen und günstigen Touristenverpflegung in Selbstbedienung bis hin zum kulinarischen Erlebnis ist alles zu finden.
Besonders erwähnenswert sind verschiedene Gaststuben im Tal, die durch ihre antike Substanz ein ganz spezielles Ambiente bieten.